Zwergfledermaus

Zwergfledermaus | Foto: Reimund Francke

Der Winzling unter unseren heimischen Flattertieren ist die Zwergfledermaus. Gerade einmal 5 g – so viel wie ein Stück Würfelzucker – wiegt dieses kleine Kerlchen und passt mit seiner geringen Körpergröße in klitzekleine Verstecke rein.

Zwergfledermaus in Gebäudespalte | Foto: Reimund Francke

Die Zwergfledermaus bezieht am liebsten an Gebäuden Quartier, wo sie einzeln oder auch mit Wochenstuben vorzufinden ist. Diese Stellen sind gut daran erkennbar, dass der kleine Kot unter dem Einschlupfspalt an der Fassade verteilt klebt. 

Die zwei größten solcher Fortpflanzungsgesellschaften in Sachsen umfassen über 150 Tiere. Schwerpunktmäßig kommt die Art im Dresdner Elbtal, dem Oberlausitzer Heide- und Teichgebiet, im Süden von Leipzig und der Zwickauer Region vor. Da die Tiere so klein sind, sind Winterquartiere der Zwergfledermaus nur schwer zu finden. Es ist bekannt, dass zahlreiche Exemplare in Felsspalten der Sächsischen Schweiz überwintern.

Die Zwergfledermaus gehört zu den häufigen Fledermausarten, da sie sehr anpassungsfähig ist in der Auswahl ihres Lebensraums. In den Abendstunden lassen sich die Tiere gut beobachten, wenn sie entlang von Baumkronen oder an Hecken nach Insekten jagen. Die Tiere mögen strukturreiche Gebiete mit vielen Gehölzen.


Triller & Ortungsruf der Zwergfledermaus (10fach zeitgedehnt)


Kurzübersicht

ArtnameZwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus)
AutorSchreber, 1774
Gewicht3–7 g
Flügelspannweite18–24 cm
Rote Liste Deutschland*
Rote Liste SachsenV
Reproduktion in SachsenJa
Überwinterung in SachsenJa
Typische SommerquartiereSpaltenquartiere an Gebäuden
Typische WinterquartiereFassadenverkleidungen, Tunnel, Keller, Felsspalten
LieblingsnahrungZweiflügler, Zuckmücken, Fliegen
Rote Liste: 0 = ausgestorben oder verschollen, 1 = Vom Aussterben bedroht, 2 = stark gefährdet, 3 = gefährdet, G = Gefährdung unbekannten Ausmaßes, R = extrem selten, V = Vorwarnliste, * = ungefährdet, D = Daten unzureichend

Vorkommen der Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus) in Sachsen ab 2005 (Blaue Punkte). Rote Punkte: Wochenstuben ab 2005 | Karte: Zentrale Artdatenbank (ZenA) beim LfULG, Stand Mai 2018.

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