Engländerstolln bei Weißbach

Eingang des Engländerstolln im Landkreis Zwickau. | Foto: Heiko Goldberg

Der sogenannte "Engländerstolln" liegt im Landkreis Zwickau zwischen den Fluren Weißbach und Hartmannsdorf. Dort befinet sich ein dazugehöriges Huthaus als überdachter Wanderrastplatz. Man gelangt über die Alte Wiesenburger Landstraße zwischen Krankenhaus Burkersdorf und Wasserwerken über den Natur- und Bergbaulehrpfad hin ( ca. 10 min Fußweg).

Dabei handelt es sich um einen 215 Meter langen Stollen, mit Nebenstrecken ca. 300m, aus den Jahren 1943-45, der zur Wolframit-Erkundung aufgefahren wurde. Er führt zum historischen "Martin-Römer-Stolln" aus dem 13. Jahrhundert hin. Die Region am Hohen Forst blickt auf eine 800-jährige Bergbaugeschichte zurück. Nachdem die Alliierten in das Gebiet vorgedrungen waren, wurde der Bergbau am 01. August 1945 eingestellt und das Mundloch verschlossen.

Durch eine Initiative der NABU-Ortsgruppe Kirchberger Bergbrüder wurde der alte Stollen 2003 wieder aufgefahren bis heute und gesichert. Seit 2006 finden dort regelmäßige Winterkontrollen statt, bei der insbesondere in Bohrlöchern auf der Hauptstrecke Braune Langohren und in der Nord-West-Strecke Große Mausohren gesichtet werden. Immer wiederkehrende Gäste sind das Große Mausohr, die Mopsfledermaus, das Braune Langohr. Die Wasserfledermaus wurde bisher nur einmal gesichtet.

Die Quartiersicherheit ist gegeben durch eine gesicherte Gittertür, die die ansässige NABU-Ortsgruppe mindestens zweimal im Monat kontrolliert.

Weitere Infos gibt es bei den Kirchberger Bergbrüdern und beim NABU Sachsen

Gangsystem des Engländerstolln | Foto: Heiko Goldberg
Braune Langohren machen im Engländerstolln regelmäßig Winterschlaf | Foto: Heiko Goldberg
Mopsfledermaus im Winterschlaf | Foto: Heiko Goldberg
Bisher nur einmaliger Gast - eine Wasserfledermaus in einem Bohrloch | Foto: Heiko Goldberg

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