Fröhlich die Fledermäuse feiern

Fledermausfest in Maxen am 24. August

Besucheransturm beim Fledermausfest im Schloss Maxen | Foto: Bianka Schubert

Ganz im Zeichen der Fledermaus stand das bunte Treiben auf Schloss Maxen im Müglitztal am 24. August. Der NABU Sachsen hatte anlässlich der europäischen Batnight zum Fledermausfest geladen – und durfte sich über 300 bis 400 Gäste, darunter viele Familien, freuen. Diesen wurde ein umfangreiches Programm geboten: In einem Vortrag zu den Schönen der Nacht berichtete Thomas Frank über verschiedene Fledermausarten, Ernährung, Quartiere und Schutzmaßnahmen. Außerdem erzählte der Fledermausfreund von seinen Quartierbeobachtungen der Kleinen Hufeisennase in Maxen. Mithilfe einer Lichtschranke zählt er Ein- und Ausflüge der Tiere und verzeichnet dabei seit mindestens sechs Jahren erfreulich stabile Zahlen von rund 70 Alttieren.

Diese Aufnahme mit einer Infrarotkamera zeigt wie die Kleinen Hufeisennasen (Rhinolophus hipposideros) in ihrem Quartier tagsüber abhängen | Foto: Thomas Frank
Mit einer Thermografie-Kamera wurden die aus dem Quartier ausfliegenden Kleinen Hufeisennasen gefilmt - im rechten Bildteil zeigen die weißen Flecken zwei sich bewegende Tiere | Foto: Thomas Frank

Was der Hufeisennasen-Nachwuchs so treibt, konnten die Besucherinnen und Besucher am Bildschirm verfolgen: Hier liefen Aufnahmen aus der Wochenstube. Daneben konnten sich Kinder beim Malen und Basteln austoben, mit ihren Eltern aus vorbereiteten Zuschnitten Fledermauskästen bauen und hämmern und sich inmitten von Strohballen Fledermausgeschichten anhören. Stände boten den Älteren überdies viel Informationsmaterial rund um die Fledermaus, zum Beispiel zum aktuellen NABU-Quartierpaten-Projekt. Ein Privatgebäude in Bärenstein im Bielatal wurde zudem für seine Mopsfledermaus-Wochenstube mit der Plakette „Fledermaus komm ins Haus“ ausgezeichnet.

Highlight am Abend war schließlich eine kurze Exkursion, um die Kleinen Hufeisennasen mit eigenen Augen beim Ausflug in die Nacht zu beobachten. Rund zehn Tiere belohnten die Gäste für ihre Geduld und entschwanden zum Festausklang in die Dunkelheit.

Unterstützt wurde die gelungene Veranstaltung von der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU), der Umweltinitiative Maxen, vom Landgut Kemper & Schlomski sowie dem Fledermaus-Stammtisch Dresden.

Mehr Platz gab der Raum nicht her: Rund 80 große und kleine Gäste lauschten dem Fachvortrag von Thomas Frank und konnten sehen, wie durch die Sächsische Landesstiftung für Natur und Umwelt die Plakette "Fledermaus komm ins Haus" verliehen wurde. | Foto: Bianka Schubert
Durch ein ortsansässiges Sägewerk wurden Holzzuschnitte für 60 Fledermauskästen geliefert. Die Besucher des Fledermausfestes hämmerten, was das Zeug hielt und verbrauchten alle Holzbauteile | Foto: Gisela Niggemann-Simon

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Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes. Die Förderung erfolgt durch das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft.