Erste Fledermaus-Fachabende ernten großen Zuspruch

Knapp 300 Teilnehmende pro Online-Veranstaltung

Endlich wieder „Bat News“: Knapp 300 Personen nahmen jeweils an den Fledermaus-Fachabenden Ende Januar / Anfang Februar teil. Sie nutzten die Gelegenheit, den Vorträgen zu lauschen und sich mit den Referierenden auszutauschen. Highlight-Thema waren die faunistischen Spürhunde.

Der Thelersberger Stolln ist ein in Sachsen bedeutendes Winterquartier. Im Frühjahr, während der Abwanderungsphase, kommt es regelmäßig zu einem „Stau“ der Tiere am Eingangsbereich. Darunter befinden sich zahlreiche Wasserfledermäuse und einzelne Mausohren. | Foto: Ulrich Zöphel

11. Februar 2022 - Lange musste Fledermausfreundinnen und -freunde auf „Bat News“ warten – die Landesfachtagung fiel erst 2020, dann 2021 pandemiebedingt aus. Doch mit dem neuen Format des virtuellen Fledermaus-Fachabends ermöglichte der NABU Sachsen am 27. Januar und 3. Februar endlich wieder die Vermittlung neuer Erkenntnisse im sächsischen Fledermausschutz sowie die Möglichkeit zum fachlichen Austausch.

Knapp 300 Personen waren jeweils bei den drei Vorträgen pro Abend dabei. Zum ersten Termin porträtierte Marco Roßner die Robinie als Fledermauslebensraum, Ramona Beuth stellte die Ausbildung und den Einsatz von faunistischen Spürhunden im Fledermausschutz vor und Colette Henrichmann zeigte Ergebnisse der ehrenamtlichen Untersuchungen an der Alpenfledermaus in Leipzig. Am 3. Februar widmete sich Maria Zschorn dem aktuellen Forschungsstand zu Lichtverschmutzung und Fledermäusen, Joachim Frömert präsentierte mit Fotos und Untersuchungsergebnissen ein wichtiges Winterquartier in Sachsen und Caroline Schulze erläuterte das Verbreitungsmuster der Nordfledermaus im sächsischen Erzgebirge. Alle Referentinnen und Referenten beteiligten sich ehrenamtlich an der Veranstaltung, wofür ihnen unser großer Dank gebührt.

Weckte besonderes Interesse: Artenspürhündin Lissy | Foto: Sebastian Hennig / NABU

Die Reichweite des Online-Formats ermöglichte dabei ein Publikum, das längst nicht nur in Sachsen zu Hause ist. Von Kiel bis München, von Saarbrücken bis Zittau waren aus nahezu allen Landesteilen interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei. Nach allen Vorträgen schlossen sich stets einige Minuten an, die zur Beantwortung von Fragen genutzt wurden. Dieser Mix aus Fachvorträgen und anschließender Frage- und Diskussionsrunde kam bei den Zuschauern besonders gut an. Vor allem der Vortrag zu Artenspürhunden stieß auf begeisterte und neugierige Ohren. Mit Kollegen aus anderen Bundesländern wurde zur Quartiernutzung der Nordfledermaus gefachsimpelt. Das Veranstaltungsformat stieß sowohl bei Teilnehmenden als auch bei den Organisatoren auf großen Zuspruch. So können wir davon ausgehen, dass es in Zukunft neben der Präsenztagung auch eine Fortsetzung der sächsischen Fledermaus-Fachabende geben wird.


Die einzelnen Vorträge bzw. deren Kurzfassungen werden demnächst nachfolgend zum Download zur Verfügung gestellt:


Robinienwälder als Fledermauslebensraum
Autor/Herausgeber: Marco Roßner / Hochfrequent GbR

Faunistischer Spürhund
Autor/Herausgeber: Ramona Beuth / NSI Leipzig

Die Alpenfledermaus in Leipzig
Autor/Herausgeber: IG Fledermausschutz Leipzig

Fledermäuse und Lichtverschmutzung
Autor/Herausgeber: Maria Zschorn / TU Dresden

Nordfledermäuse im Erzgebirge
Autor/Herausgeber: Caroline Schulze, Marko Eigner / Umweltplanung Eigner | Claudia Buchau / LPV Mittleres Erzgebirge


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Diese Maßnahme wurde 2018–2020 mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes. Die Förderung erfolgt durch das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft.