Neuer Quartierpate im Dreiländereck

Nach einer gemeinsamen Quartierskontrolle übergibt Wolfram Poick an den künftigen Quartierpaten Henning Haase den Objektschlüssel | Foto: Bianka Schubert

Das Quartierpaten-Projekt dringt in das Zittauer Gebirge vor. Wer dort schon einmal mit Fledermäusen zu tun hatte, kennt Wolfram Poick. Der rüstige Rentner gilt als fledermauskundlicher Regionalbetreuer für die Altkreise Zittau, Löbau, Niesky, Weißwasser und Görlitz. Aus den Kreisen des ehrenamtlichen Naturschutzdienstes hat sich nun Henning Haase gefunden, der die würdevolle Nachfolge eines der Winterquartiere von Wolfram Poick antreten wird. Bei einem gemeinsamen Vororttermin am 28.11.2018 wurde eine Höhle bei Lückendorf gemeinsam kontrolliert. Von Hause aus Spinnenkundler fand Henning Haase hier bei der Zählung von 8 Kleinen Hufeisennasen, 2 Mausohren sowie 2 Wasserfledermäusen einen gelungenen Einstieg in die Materie. Von nun an hat er es sich zur Aufgabe gemacht, die jährlichen Bestandskontrollen durchzuführen sowie für die Quartiersicherheit zu sorgen.

Kleine Gruppe von Kleinen Hufeisennasen im Winterschlaf | Foto: Bianka Schubert
Wasserfledermaus im Winterschlaf | Foto: Bianka Schubert

Das Lückendorfer Winterquartier hat eine besondere Bedeutung, da es das einzige bekannte Quartier der Kleinen Hufeisennase in der Region ist. Die ehemalige Wochenstube bei Zittau ist nunmehr erloschen. In den Vorjahren wurden in der Höhle lediglich Einzeltiere beobachtet. Da die Kleine Hufeisennase zwischen Sommer- und Winterquartier keine großen Strecken zurücklegt, lässt die Sichtung von nunmehr 8 Kleinen Hufeisennasen einen Aufwärtstrend der Art in der Region erhoffen.


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Diese Maßnahme wurde 2018–2020 mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes. Die Förderung erfolgt durch das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft.