Rückblick zur 13. Sächsischen Fledermaustagung

Teilnehmer der 13. Sächsischen Fledermaustagung | Foto: Ina Ebert

Am 27. Oktober 2018 trafen sich im Zentrum Freibergs 96 am Fledermausschutz interessierte Personen zur 13. Sächsischen Fledermaustagung. Die Tagung wurde vom NABU, Landesverband Sachsen e. V., der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt und dem Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie ausgerichtet. Die Alte Mensa bot dafür angenehme und zeitgemäße Bedingungen.

Das Vortragsprogramm wurde von Dr. M. Nuß eingeleitet, der über Fakten, Ursachen und Konsequenzen des Insektensterbens in Deutschland berichtete. Die bisher im NABU-Projekt Quartierpatenschaften erzielten Ergebnisse stellte B. Schubert vor. Wie schwierig es wird, wenn Fledermäuse wegen baulichen Veränderungen einen anderen Einflug ins Gebäude nehmen sollen, zeigten sehr anschaulich K. Kugelschafter für das Große Mausohr und T. Frank für die Kleine Hufeisennase. Nach der etwas verkürzten Mittagspause stand am Nachmittag noch ein weiteres, recht vielfältiges Tagungsprogramm an. Den Auftakt übernahm P. Benda vom Nationalpark Böhmische Schweiz, der die Ergebnisse einer systematischen Fledermausforschung in diesem Gebiet vorstellte. Besonders die Gebirgslagen Sachsens und damit auch die Grenzregion besiedelt die Nordfledermaus und hat hier einen Schwerpunkt in Deutschland. Die Ergebnisse von Quartierkontrollen und akustischen Untersuchungen stellte Dr. A. Günther vor. Anschließend präsentierte M. Roßner mit Koautor F. Meisel neue Erkenntnisse zur Nymphenfledermaus, die erst seit dem Jahr 2008 in Sachsen bekannt ist. Gemeinsame Erfassungsaktionen des LFA Fledermausschutz, die dem Schließen von Lücken im Verbreitungsbild und der Zusammenarbeit dienen, stellte B. Schubert in ihrem Vortrag vor. Mit unterschiedlichen Methoden waren R. Francke und J. Frömert mit weiteren Mitstreitern die Fledermäusen an den Rabensteiner Felsendomen auf der Spur und wurden fast über den ganzen Jahreslauf fündig. Wie schwierig es sein kann, die Bedeutung eines Quartiers aufzuklären, zeigte W. Hahn am Beispiel des Römischen Bades, das zum Ensemble der Albrechtschlösser im Dresdner Elbtal gehört. Abschießend stellte M. Roßner mit den Koautoren Dr. S. Malt und Dr. D. Tolke die Ergebnisse von akustischen Dauererfassung an Pegelmessstellen an Vereinigter Mulde, Elbe und Freiberger Mulde vor.

Die Fülle der anschaulich gebotenen Informationen ging zu Lasten der Zeit für den direkten Gedankenaustausch der Tagungsteilnehmer.  Zweifellos war die Tagung sehr anregend und brachte viele neue Informationen und Anregungen für den breit gemischten Teilnehmerkreis. Wir freuen uns also über die Fülle an neu gewonnenen Kenntnissen und hoffen, diese zur nächsten Fachtagung in 2 Jahren wieder erweitern zu können.

Fledermausfreunde unter sich: Heiko Goldberg, Anja Fritzsche und Projektleiterin Bianka Schubert | Foto: Ina Ebert

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    Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes. Die Förderung erfolgt durch das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft.