NABU Sachsen sucht weiter nach Quartierpaten für Fledermäuse

Fledermaus-Projekt wird fortgesetzt

Das Projekt „Quartierpaten für Fledermäuse gesucht!“ wird fortgesetzt. Für zwei weitere Jahre sucht der NABU Sachsen damit nach ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die aktiv im Fledermausschutz mitwirken und Quartiere betreuen möchten.

Die Zwergfledermaus sucht ihre Quartiere häufig an Gebäuden und in Menschennähe. Einige davon werden innerhalb des Projektes bereits betreut. | Foto: Elke & Reimund Francke

Der NABU Sachsen führt seine Suche nach Quartierpatenschaften für Fledermäuse fort. Das Projekt „Quartierpaten für Fledermäuse gesucht!“, das sich dem Fledermausschutz und der Stärkung des Ehrenamts verschreibt, wird fortgesetzt und bis Ende 2022 vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie beauftragt und finanziell unterstützt. Ziel des Projekts ist weiterhin die Suche nach ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die aktiv im Fledermausschutz mitwirken und Quartiere betreuen möchten.

„Wir freuen uns sehr darüber, das Projekt fortsetzen zu können, und möchten viel Gutes weiterführen und einige neue Akzente setzen“, sagt Bianka Schubert, Projektleiterin beim NABU Sachsen. „Dabei werden wir die Bevölkerung weiterhin über die große Relevanz des Fledermausschutzes aufklären und Personen suchen, die in ihrer Freizeit ein Fledermausquartier betreuen möchten. Mehr als zehn der in Sachsen heimischen Arten bewohnen Gebäude und leben zum Beispiel im Gebälk von Dachböden, hinter Verschalungen an Fassaden, in Kirchen oder in alten Felsenkellern – und sind durch Sanierungsmaßnahmen gefährdet. Die Fledermausbehausungen zu bewahren, ist deswegen von enormer Bedeutung für den Artenerhalt und steht im Zentrum des Fledermausschutzes.“ 

Mehr als 70 Quartierpaten in drei Jahren

Innerhalb der zurückliegenden dreijährigen Projektlaufzeit wurden bereits über 70 Quartierpatinnen und -paten für mehr als 120 Quartiere gefunden sowie zahlreiche Exkursionen und Vorträge durchgeführt. Kleine Fördervorhaben für neue Fledermauskästen wurden initiiert, um insbesondere private Quartiereltern beim Fledermausschutz zu unterstützen. Unter anderem in Kooperation mit der Sächsischen Landesstiftung für Natur und Umwelt werden seit 2019 zum Thema Quartierschutz und Artbestimmung regelmäßig Schulungen angeboten, die mit großem Interesse genutzt werden.

Von Januar 2018 bis Dezember 2020 wurde das Projekt mittels der BesIn-Förderrichtlinie finanziert und hat sich innerhalb dieser Zeit als Anlaufstelle für Fledermausinteressierte etabliert. Ein überregionales Netzwerk, das Akteure verbindet und den Austausch ermöglicht, ist entstanden.
„All diese Aufgaben gilt es fortzuführen und weiterzuentwickeln. Außerdem möchten wir künftig auch Regionen wie das Mittlere Erzgebirge und Zittau unterstützen, in denen der Fledermausschutz bislang keine große Rolle spielt, damit diese eigenständig Maßnahmen zum Erhalt der Fledermäuse auf die Beine stellen können“, erklärt Schubert.


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Diese Maßnahme wurde 2018–2020 mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes. Die Förderung erfolgt durch das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft.